Golden Days Festival


Im August habe ich auf Facebook eine Veranstaltungseinladung erhalten vom Shakin‘ Stevens Fanclub. Da es alles Daten waren die nicht in meiner Gegend stattfanden, habe ich diese Einladung mit „Ich nehme nicht teil“ abgelehnt. Kurze Zeit später kam wieder eine Veranstaltungseinladung und auf der ersten Zeile stand 1st October 2011 Zurich Switzerland. Ich traute meinen Augen nicht. Shakin‘ Stevens würde in die Schweiz kommen nach all den Jahren. Es muss noch gesagt werden, dass ich seit dem Alter von fünf Jahren auf die Musik von Shakin‘ Stevens „abgefahren“ bin. Da war es natürlich ganz klar, dass ich zu diesem Konzert gehen würde.

Alternativ zu diesem Konzert fand am gleichen Wochenende in England in Castleford im Xscape die Knight Con 2011 statt. Ich war letztes Jahr das erste Mal an einem solchen Event und dieses Jahr waren noch weitere Castmember aus der 80er Kultserie Knight Rider dabei und zwar Michael Knight (David Hasselhoff) himself und Peter Parros, der in der 4. Saison zum Cast zugestossen ist als Reginald Cornelius III. kurz RC3 genannt. Mit dabei waren aber auch der Rotschopf Rebecca Holden (April Curtis) und Michael Scheffe (KITT Designer).

Ich musste mich also entscheiden und entschied mich für das Golden Days Festival und für Shakin‘ Stevens. Da ich nicht gerne alleine an Konzerte gehe, hatte sich meine Mutter dazu überreden lassen, mitzukommen.

Dresscode an diesem Abend war 50s Style. Wer also Lust hatte, konnte sich in die Klamotten der 50er Jahre stürzen und einen unvergesslichen Abend mit Oldies verbringen. Draussen vor der Halle standen zwei Cadillacs und es wurde dort auch für das leibliche Wohl gesorgt mit verschiedenen Spezialitäten. Um 19.30 Uhr stürmte die jüngste Rock’n’Roll Band von Europa „The Fires“ die Bühne. Mit Oldie Hits wie „Great balls of fire“, „Roll over Bethoven“, „Stand by me“ und vielen mehr heizten die drei Jungs im Alter von 15-17 die Festivalbesucher ein. Nach einer Stunde gab es eine halbe Stunde Pause, damit die Bühne umgebaut werden konnte für Shakin‘ Stevens und seine Begleitband. Die einen nutzten diese Pause um draussen eine zu rauchen, sich mit einer Bratwurst oder einem Getränk zu verköstigen, das stille Örtchen aufzusuchen oder einfach auf den Boden zu sitzen und nochmals bisschen die Kräfte zu sammeln. Einige gingen auch zum Fanstand von The Fires und deckten sich mit CD’s und T-Shirts ein.

Etwa um 21.00 Uhr kam Shakin‘ Stevens auf die Bühne und eröffnete sein Konzert mit dem Titel „Turning Away“. Die Setlist war buntgemischt mit alten Hits wie „Marie Marie“, „Hot Dog“, „Radio“, „Oh Julie“, „Give you my heart tonight“, „It’s Late“, „You drive me crazy“, „Cry just a little bit“ aber auch neue waren dabei wie „Now Listen“ und „Fire down below“. 

Beim ganzen Konzert schaute Shaky mehr auf den Boden um den Text zu lesen, als ins Publikum zu schauen. Kam mir zumindest so vor. Während der Instumentalpart der einzelnen Songs schaute er immer den Drummer an. Als hatte er das Gefühl, die Fans würden ihn anstarren. Auch hatte er ein absolutes Fotoverbot ausgesprochen. Es waren weder Fotos, Bild noch Tonaufnahmen erlaubt. Dafür sind vor allem die Fotos ein wichtiges und werbeträchtiges Aushängeschild für jeden Künstler. Hin und wieder hatte er den Text vergessen oder dann den Ton nicht getroffen.

Mein Fazit von diesem Abend: Der Veranstalter Golden Days Festival gab sich alle Mühe und führte galant durch den Abend. The Fires haben sich gelohnt zu schauen, die Jungs sind wirklich eine energiegeladene sympathische Band. Was Shakin‘ Stevens Auftritt betrifft war er keinen Cent wert. Da wäre ich doch lieber nach Castleford in England geflogen zu der diesjährigen Knight Con.

Oder ich hatte mir einfach zuviel von diesem Auftritt erhofft. Dann würde es mir leid tun für meine durchaus harsche Wortwahl und für mein schlechtes Review bezüglich des Konzertes von Shaky.

Was die Fotos betrifft so muss ich sagen, dass ich ausnahmsweise wirklich gar keine Fotos gemacht habe. Dafür hat meine Freundin Lorena Viciconte aussagekräftige starke Fotos von The Fires gemacht und diese sind auf ihrer Homepage Livepixx zu finden.

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3 Antworten zu Golden Days Festival

  1. Claudia schreibt:

    Hallo Tania,
    ja, Deine Wortwahl ist etwas harsch, aber nicht unbedingt gerechtfertigt. Mich würde es interessieren, wann Du Shaky das letzte mal live gesehen hast?
    Ich war in den letzten Jahren auf einigen Konzerten und bin in erster Linie froh, dass er überhaupt noch auftritt. Ich bin da gerne bereit Abstriche zu machen.
    Im Frühjahr habe ich ihn zuletzt live in London und Gelsenkirchen gesehen und kann mit Fug und Recht behaupten, dass er bedeutend schwungvoller und begeisterter dabei war als bei allen Konzerten zuvor.
    Ich war in Zürich leider nicht dabei, habe aber gehört, dass das Konzert wirklich toll war.
    Liebe Grüße,
    Claudia.

    • Tania Morgan schreibt:

      Hallo Claudia

      Das Konzert am 1. Oktober in Zürich war mein 1. Shaky Konzert überhaupt. Ich kann mir keine Konzerte ausserhalb der Schweiz leisten. Darum habe ich meine Erwartungen auch ziemlich hoch gesteckt. Ich habe mich aber schon vorgängig für die harsche Wortwahl entschuldigt. Es war einfach meine Empfindung.

      Ich besuchte schon viele Konzerte von anderen Künstlern in der Schweiz und ich hatte noch nie erlebt, dass ein Künstler bei allen Instrumentalparts den Rücken gegen das Publikum gekehrt hatte.

      Sein Fotoverbot wurde auch nicht eingehalten, gab einige die haben Fotos mit ihren Handys gemacht, was mich persönlich auch aufregte. Sicher als ich beim Einlass die Digicam abgeben musste, war ich auch enttäuscht aber habs hingenommen aus Respekt gegenüber Shaky.

      Aber das hinderte mich nicht daran, die neue 6teilige CD-Collection von ihm zu bestellen.

      Trotzdem wünsche ich dir einen schönen Abend.

      Liebe Grüsse

      Tania

  2. BARRATT schreibt:

    Mit gemischten Gefühlen ging ich an das Shakin‘ Stevens-Konzert auf dem Ablbisgüetli bei Zürich. Dort angekommen wurden meine Begleitung und ich schnell vom Vorkonzert-Fieber gepackt. Herrli-che Benzinkutschen aus den 50iger und 60iger Jahren fuhren auf, Mädels bis zu Omis gab es alle Va-riationen von Petti-Coats (schreibt man das so?). Es war eine friedliche, erwartungsvoll Atmosphäre.
    Die Vorgruppe THE FIRES hat mich völlig verblufft. Die jüngste Rock’n’Roll-Band Europas hat den Saal sehr schnell zum Kochen gebracht. Alte Rock’n’Roll Hits, ein paar Crossoversongs und Eigen-kompositionen waren ein Feuerwerk an Spielfreude und Lebenslust. Nach 55 Minuten hat Shaky’s Bühnenmanager die Band ziemlich apprut von der Bühne gewiesen. Angst, dass Shaky diese Vorgabe nicht übertreffen kann? Seltsam…
    Dann endlich Shaky. Um es vorweg zu nehmen. Es war ein wunderbares Konzert. Ich war wieder 16 Jahre alt und an einem Abschlussball. Hit um Hit knallte uns entgegen, Shaky machte einen gesunden, motivierten Eindruck. Dann nach 45 Minuten von einem Moment auf den anderen… Shaky ver-schwand von der Bühne, die Lichter gingen an und überall raunte es „Das darf doch nicht wahr sein, nur 45 Minuten?“. Draussen haben wir den Tourmanager von Shaky getroffen und selbst er war über diesen Break überrascht. Ja, es war eine Pause und Shaky hatte das ziemlich unverständlich übers Mikro verlauten lassen. Die Pause tat allen gut, denn was danach kam, war die beste Show von Shakin‘ Stevens die ich je gesehen habe. Green Door in einer bluesigen Nachtclub-Version und all die neuen Songs… Tumbeling down, Muddy Waters, Fire Down Below, Now Listen und viele viele mehr. Shaky hatte Spass, immer wieder sah man ihn lächeln. Er ist stolz auf seine Band und das darf er auch sein. Die Abmischung war nicht immer ideal, doch dafür konnte weder Shaky noch die Band etwas.
    Nachdem Konzert sind uns nur glückliche Gesichter begegnet und immer wieder hörte man, dass man Shaky seine sechzig Jahre nicht anmerke. Ich finde er hat es geschafft, weg vom Denim-Rosa-Jacket-Image weg zu kommen. Heute sehe ich dort vorne einen reifen, selbstbewussten Künstler, der sich nicht zum Clown macht, sondern zu einer ganz neuen Qualität gefunden hat. Dies ein paar Impressio-nen… Holt Shaky bald wieder in die Schweiz! Ich bin sicher, dass die meisten die dabei waren, das nächste Mal noch mehr Leute mitschleppen😉. Meine Begleitung kannte nur seine Hits und hat den nächsten Tag tanzend zu Shakysongs verbracht. Rock on!

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